Verlegeanleitung
Rollrasenverlegung leicht selbst gemacht!
Die Rollrasenverlegung ist ganz einfach, und wenn sie den Rasen selbst verlegen wollen, wird Ihnen das auch gelingen.
Untergrund- welcher Untergrund ist geeignet?
Genauso wie bei der Rasenanlage mit Grassamen ist die ordentliche Vorbereitung des Untergrundes die entscheidende Basis für das gute Gedeihen Ihres Fertigrasens.
Der ideale Untergrund für Rollrasen sollte einen hohen organischen Anteil haben wie reife Komposterde und einen hohen Quarzdsandanteil zur Entwässerung und Auflockerung des Bodens
Rollrasen soll auf ein feinkrümeliges Saatbeet verlegt werde. Nun was ist das, und wie bekommt man das?- je nach dem ob es sich um eine erstmalige Anlage oder um eine Sanierung handelt, sind die Ausgangsgegebenheiten verschieden.
Erstmalige Rasenanlage
Haben Sie als Untergrund eine frisch aufgeschüttete Gartenerde- zum Beispiel wenn Sie neu gebaut haben,und die Baufirma ihre Rasenfläche bereits humusiert hat, dann ist die Vorbereitung sehr schnell geschehen. Planieren Sie die Fläche mit einem Planierrechen, und rollen Sie die Fläche mit einer wassergefüllten Gartenwalze kreuzweise ab. Dadurch wird die oberste Erdschicht leicht rückverdichtet, Unenebheiten lassen sich mit freien Auge gut erkennen, und entsprechend nacharbeiten..
Durch ein nochmaliges Planieren mit dem Planierrechen, oder bei kleinen Flächen mit einer Abziehlatte, können Sie die Unebenheiten ausgleichen. Jetzt haben Sie ein feinkrümmeliges Saatbeet geschaffen, und der biologische Langzeitdünger kann aufgebraucht werden.
PS: Wenn Sie die Erdqualität noch selbst bestimmen können, verlangen Sie von Ihrem Bauherrn eine hochqualitativ gesiebte Gartenerde, welche im Idealfall aus einer Mischung aus Grunderde, Kompost, und Quarzsand besteht, oder wenn möglich verlangen Sie nach unserer speziell auf Rollrasen abgemischten, gesiebten Rasenerde mit einem hohen Quarzsandanteil, besonders zu empfehlen in der obersten Erdschicht ( ca. 5-10 cm).
Rasensanierung
Wenn Sie mit Ihrer Unkrautwüste unzufrieden sind, und die Initiative zu einer Neuanlage ergreifen wollen, dann muß einmal die alte Vegetation entfernt werden. Dafür gibt es 2 Möglichkeiten:
die chemische Totalvernichtung- hier wird die Rasen/Unkrautfläche mit einem Totalvernichter wie z,.B: Round up eingespritzt (mit einer Gartenspritze), dabei ist gut darauf zu achten, dass der Wind den Sprühnebel nicht auf Hecken, Rosen, Blumenbeete etc. trägt, auch diese würden dann eingehen- also nur bei Windstille spritzen! Die Anwendung dieses Mittel ist in manchen Kleingartenanlagen verboten, generell gibt es immer wieder Gegner. Für Mensch und Tier ungefährlich, es zerstört das Zellwachstum der Pflanzen, und wird im Boden rasch abgebaut, sodaß schon wenige Tage nach der Spritzung mit dem Umfräsen begonnen werden kann.
die manuelle Abtragung- darunter versteht man das Abtragen der oberen Rasensode, in einer Stärke von ca. 3 cm. Dies kann maschinell mit einem Sodenschneider erfolgen, oder mittels Spaten, indem man den Spaten horizontal führt, und die oberste Schicht absticht. Wenn der Boden nicht zu trocken ist ( eventuell 2 Tage zuvor wässern) dann gelingt das sehr gut. Diese Rasenreste können auf den Komposthaufen kommen, und kompostiert werden.
Verleihmöglichkeit eines Sodenschneiders und einer Bodenfräse:
Unter http://boels.at/mieten/garten-und-park/gartenpflege/grassodenschneider Firma Boels – finden Sie nähere Informationen, für den Verleih eines Sodenschneiders, der Preis für einen Tag beträgt 39 Euro exkl. Mwst. Gerade bei größeren Projekten ist dies natürlich eine zeit-und kraftsparende Alternative.
Wenn die Biomasse entfernt wurde, dann kann man den Boden entsprechend umstechen- oder umfräsen. Kleinere Flächen- so bis 40 m² kann man ohne weiteres mit einem Spaten umstechen, nicht zu tief, etwa 15 cm, wenn man sich die Arbeit erleichtern will, kann man sich eine Motorhacke, oder Bodenfräse im Baummarkt leihen, damit kann man ohne großen Kraftaufwand ein feinkrümmeliges Saatbeet herstellen.
Wen dem Boden Kompost oder Quarzsand fehlt, kann man dies vor dem Umfräsen auf der Erdoberfläche verteilen, und mit einarbeiten.
Hatten Sie zuviel Staunässe in Ihrem Rasen, dann hilft die Beimischung von Quarzsand mit einer Körnung von 0/2 mm oder 0/3 mm bis zu 50 kg/ m² bei lehmigen schweren Böden.
War der Rasen eher gelblich als grün, mit nur geringem Wachstum, dann mischen Sie hochqualitative gesiebte Rasenerde, oder reifen Kompost (gibt es auf den Wiener Mistplätzen gratis) bei, diese hilft dem Rasen, auf sandigen Böden die Nährstoffe besser zu speichern, und das Wasser zu halten.
Wenn man es eilig hat, und auf eine gründliche Bodenaufbereitung verzichtet, dann wird der Rollrasen in einigen Jahren wieder genauso aussehen wie Ihr Rasen jetzt aussieht. Darum nutzen Sie die Gelegenheit, die Ursache für Ihr Rasenproblem zu beseitigen, und die Grundlage für einen gesunden, lang anhaltenden Rasengenuß zu schaffen.

Planieren Sie die Fläche mit einem Planierrechen, und walzen Sie anschließend die Fläche kreutzweise, korrigieren Sie die Ebenheit bis Sie zufrieden sind. Bedenken Sie, daß sie unter einer Terrasse, Gehwegen, etc. -1,5 cm unter dem Niveau bleiben, damit nach der Verlegung kein Unterschied ist.
fff
Rollrasenverlegung
Wenn Sie eine Bewässerrungsanlage verlegen wollen, die Rasenfläche mit dauerhaften Rasenbegrenzungen einfassen wollen, oder den Einsatz eines Rasenmäher-Roboters planen, für den Sie Begrenzungsdraht und Stromkabel für die Ladestation verlegen wollen, dann ist jetzt die richtige Gelegenheit das zu tun, bevor Sie den Rasen geliefert bekommen. Besonders einen Mähroboter kann ich Ihnen empfehlen, denn der Rasen antwortet auf oftmaliges mähen mit einer kräftigen, dichten und schönen Grasnarbe, und die Erschütterung des Bodens durch das Mähfahrzeug vertreibt Maulwürfe zuverlässig. Mehr Infos zum Rasenroboter finden Sie hier.
Nun ist es soweit, die schlimmste Arbeit ist getan, am Besten sind diese Arbeiten alle schon vor der Rasenlieferung abgeschlossen, um sich voll und ganz auf die Verlegung zu konzentrieren. Nachdem die Fläche schön eben erscheint, keine Senken oder Hügeln mehr zu erkennen sind, und man beim Begehen nicht versinkt, dann kann der biologische Langzeitdünger aufgebracht werden. (Außer Sie haben die Erde mit frischem Kompost aufgebessert, dann erst nach 1-2 Monaten düngen !)
Der Rollrasen wird morgens am Zustellungstag, oder am Abend davor geschält und aufgerollt, nach der Lieferung den Rasen muss dieser gleich verlegt werden.
Vorteilhaft ist, wenn Sie die Verlegung mit 2 -3 Personen durchführen können. Eine Person verlegt den Rasen, und 1-2 Personen fahren mit der Schiebetruhe, und bringen die Rollen herbei. Pro Schiebetruhe können ca. 5-6 Rollen geführt werden.
Beginnen Sie mit der Verlegung des Rollrasens an einer geraden Kante, z.B: Terrasse, Hecke, Rasenbegrenzung, etc, und rollen Sie die Bahnen entlang dieser geraden Kannte aus. Die nächste Rolle am Ende der ersten ansetzen, fest zusammendrücken- möglichst spaltfrei, und rollen Sie so eine Rolle nach der anderen aus, bis die erste Reihe verlegt ist. Die zweite Reihe beginnen Sie mit dem Rest der ersten Reihe, oder mit einer halben Bahn. So vermeiden Sie Kreutzstösse, und die Gefahr des Austrocknens ist geringer.
So verfahren Sie Reihe um Reihe, bis die Rasenfläche fertig verlegt ist. Wenn zwischen den Bahnen trotzdem Spalte entstanden sein sollten, füllen Sie diese mit Erde/Sandgemisch auf, damit die Kanten der Rasenbahnen nicht austrocknen- diese sind die heikle Stelle, die nicht frei liegen sollte. Dies gilt ebenso für den Übergang vom Rasen zur Hecke. Entweder verwenden Sie Rasenbegrenzungen, diese verhindern auch, daß der Rasen immer weiter in das Hecken oder Blumenbeet hineinwächst, oder Sie böschen die Rasenkante mit Erde an, damit diese vor dem Austrocknen geschützt ist.

Am Schluß der Verlegung walzen sie die Bahnen kreutzweise an, am Besten diagonal. Dies ist wichtig, damit die Rasenwurzeln einen guten Kontakt zum Erdreich haben, und von diesem die Feuchtigkeit aufnehmen können.
Die Verlegung Ihres Rollrasens muß am Liefertag abgschlossen sein, besorge Sie sich entsprechend viele Helfer. Sollte es sich wirklich nicht ausgehen, müssen die verbleibenden Rollen ausgerollt werden, da sonst die Temperatur im Inneren der Rolle so stark ansteigt, dass das Gras zerstört wird.( ev, auf einer Garageneinfahrt, Terrasse etc, dicht auflegen, und leicht giessen)
Nach der Verlegung ist der Rollrasen durchdringend zu bewässern ( ca. 20-30 Liter/m², besonders an warmen Tagen). Danach gießen Sie bitte die ersten 2 Wochen mindestens 2* pro Tag, der Rasen darf nicht austrocken, aber auch nicht ertränkt werden! Die Wurzeln brauchen auch Luft, damit sie atmen können, darf keine anhaltende Staunässe vorhanden sein!
Wenn die Bahnen festgewachsen sind, dann reichen 20-30 Liter/ Woche, je nach Bodenzusammensetzung. Weitere Tipps zur Rasenpflege finden Sie hier!
Den ersten Schnitt können Sie nach 1-2 Wochen durchführen- mit scharfen Messern Ihres Mähers, die Rasenlänge um ein Drittel zurückschneiden! Setzen Sie die Bewässerung schon 12 Stunden zuvor aus, damit Sie nicht beim mähen versinken, und im Rollrasen unschöne Spuren und Tritte hinterlassen. Nach dem mähen wieder, auf ausreichende Bewässerung achten.
Begehbar ist der Rasen sofort nach der Verlegung, aber bitte nicht nach dem Gießen, dann versinken Sie im Untergrund, und das hinterläßt Spuren. Bespielbar ist der Rasen nach ca. 6 Wochen, wenn er gut mit dem Untergrund verwurzelt ist.




















Weibliche ErFAHRungen: Mit dem Abholservice war ich sehr zufrieden. Die Fahrt mit 50qm aufgeteilt auf Anhänger und Combi barg zwar ein gewisses -Überladungs-Risiko, doch eine zweite Fahrt wollte ich vermeiden! Nachdem der freundlich zuvorkommende “Auflader” den Reifendruck korrigierte, kam ich -natürlich mit erhöhtem Sicherheitsabstand(!) problemlos heim. Selbst! (ist die Frau) führte ich die Rollen mit der Scheibtruhe zum Garten- ich beschränkte mich dabei allerdings auf 4 Rollen- der Scheibtruhen-Reifen war nicht ideal aufgeblasen…und leichter war sie auch! Beim Tragen von Rolle für Rolle hatte ich bald die Rücken-schonendste Haltung heraußen, und war froh, dass das Verlegen jemand anderer übernahm! Eine kräftige Portion Magnesium verschonte mich vor dem befürchteten Muskelkater.
Bereits nach fünf Tagen war der Rasen zu schneiden – das bewölkte Wetter war uns wohlgesonnen – doch wegen des eifrigen Bewässern führten wir den ersten Schnitt erst nach zwei weiteren, wasserlosen Tagen und nochmaligem Walzen durch -KreuZweise – selbstverständlich! Wie kräftig und schön er geworden ist, könnt ihr ja in den anderen Mails nachlesen!…..
Sehr geehrte Frau Hafenecker!
Danke für Ihre sehr ausführliche und nachfühlbare Erfahrung mit dem gärtnerischen Aufgaben des Rollrasenverlegens- und auch des Transportes.Es freut mich, dass alles gut geklappt hat, und wünsche noch viel Freude und vor allem Entspannung im Garten mit Ihrem neuen Rasen.