Ing. Günther Schranz
Ing. Günther Schranz

SELBSTVERLEGUNG IST LEICHT


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Rollrasenverlegung leicht selbst gemacht! Die Rollrasenverlegung ist ganz einfach, und wenn sie den Rasen selbst verlegen wollen, wird Ihnen das auch gelingen...

Untergrund- welcher Untergrund ist geeignet?

Haben Sie als Untergrund eine frisch aufgeschüttete Gartenerde- zum Beispiel wenn Sie neu gebaut haben und die Baufirma Ihre Rasenfläche bereits humusiert hat, dann ist die Vorbereitung sehr schnell geschehen. Planieren Sie die Fläche mit einem Planierrechen und rollen Sie die Fläche mit einer wassergefüllten Gartenwalze kreuzweise ab. Dadurch wird die oberste Erdschicht leicht rückverdichtet, Unebenheiten lassen sich mit freiem Auge gut erkennen und entsprechend nacharbeiten.

Durch ein nochmaliges Planieren mit dem Planierrechen, oder bei kleinen Flächen mit einer Abziehlatte, können Sie die Unebenheiten ausgleichen. Jetzt haben Sie ein feinkrümeliges Saatbeet geschaffen und der biologische Langzeitdünger kann aufgebraucht werden.

PS: Wenn Sie die Erdqualität noch selbst bestimmen können, verlangen Sie von Ihrem Bauherrn eine hochqualitativ gesiebte Rollrasenerde, welche im Idealfall aus einer Mischung aus Grunderde, Kompost, und Quarzsand  besteht, oder wenn möglich verwenden Sie unserere speziell auf Rollrasen abgemischte, gesiebte Rollrasennerde.

Bei sehr lehmigen Böden ist es günstiger eine Erde mit hohem Quarzanteil zu verwenden, hier empfehle ich unsere gesiebte Rasenerde, diese sollten Sie zu mindest in der obersten Erdschicht (ca. 5-10 cm) einbauen.

Wir liefern zu den angegebenen Preisen Erden bester Qualität innerhalb von wien und Wien Umgebung bis 15 km. Wenn Sie weiter von Wien entfernt wohnen, fragen Sie bitte über das Kontaktformular den Frachtaufschlag an.

Rasensanierung

Wenn Sie mit Ihrer Unkrautwüste unzufrieden sind und die Initiative zu einer Neuanlage ergreifen wollen, dann muss einmal die alte Vegetation entfernt werden.

Die manuelle Abtragung- darunter versteht man das Abtragen der oberen Rasensode in einer Stärke von ca. 3 cm. Dies kann maschinell mit einem Sodenschneider erfolgen, oder mittels Spaten, indem man den Spaten horizontal führt und die oberste Schicht absticht. Wenn der Boden nicht zu trocken ist, (eventuell 2 Tage zuvor wässern) dann gelingt das sehr gut. Diese Rasenreste können auf den Komposthaufen kommen und kompostiert werden.

Verleihmöglichkeit eines Sodenschneiders und einer Bodenfräse:

Bei der Firma Boels finden Sie nähere Informationen, für den Verleih eines Sodenschneiders, der Preis für einen Tag beträgt um die 40 Euro exkl. Mwst. Gerade bei größeren Projekten ist dies natürlich eine zeit- und kraftsparende Alternative.

Wenn die Grassode entfernt wurde, dann kann man den Boden entsprechend umstechen- oder umfräsen. Kleinere Flächen- so bis 40 m² kann man ohne Weiteres mit einem Spaten umstechen, nicht zu tief, etwa 10 cm, wenn man sich die Arbeit erleichtern will, kann man sich eine Motorhacke, oder Bodenfräse im Baummarkt leihen, damit kann man ohne großen Kraftaufwand ein feinkrümeliges Saatbeet herstellen.

Wenn dem Boden Kompost oder Quarzsand fehlt, kann man dies vor dem Umfräsen auf der Erdoberfläche verteilen und mit einarbeiten.

Hatten Sie zu viel Staunässe in Ihrem Rasen, dann hilft die Beimischung von Quarzsand mit einer Körnung von 0/2 mm oder 0/3 mm bis zu 50 kg/m² bei lehmigen schweren Böden.

War der Rasen eher gelblich als grün, mit nur geringem Wachstum, dann mischen Sie hochqualitative gesiebte Rasenerde, oder reifen Kompost (gibt es auf den Wiener Mistplätzen gratis) bei, diese hilft dem Rasen, auf sandigen Böden die Nährstoffe besser zu speichern, und das Wasser zu halten.

Wenn man es eilig hat und auf eine gründliche Bodenaufbereitung verzichtet, dann wird der Rollrasen in 1-2 Jahren wieder genauso aussehen, wie Ihr Rasen jetzt aussieht. Darum nutzen Sie die Gelegenheit, die Ursache für Ihr Rasenproblem zu beseitigen, und die Grundlage für einen gesunden, lang anhaltenden Rasengenuss zu schaffen.

Mein Tipp: Sparen Sie nicht beim Unterbau, beste Rasenerde wird sich durch gesundes Wachstum mehr als bezahlt machen.

Planieren Sie die Fläche mit einem Planierrechen und Walzen Sie anschließend die Fläche kreuzweise, korrigieren Sie die Ebenheit, bis Sie zufrieden sind. Bedenken Sie, dass sie unter einer Terrasse, Gehwegen, etc. -1,5 cm unter dem Niveau bleiben, damit nach der Verlegung kein Unterschied ist.

Rollrasenverlegung

Wenn  Sie eine Bewässerungsanlage verlegen wollen, die Rasenfläche mit dauerhaften Rasenbegrenzungen einfassen wollen, oder den Einsatz eines Rasenmäher-Roboters planen, für den Sie Begrenzungsdraht und Stromkabel für die Ladestation verlegen wollen, dann ist jetzt die richtige Gelegenheit das zu tun, bevor Sie den Rasen geliefert bekommen. Besonders einen Mähroboter kann ich Ihnen empfehlen, denn der Rasen antwortet auf oftmaliges Mähen mit einer kräftigen, dichten und schönen Grasnarbe, und die Erschütterung des Bodens durch das Mähfahrzeug vertreibt Maulwürfe zuverlässig.

Nun ist es so weit, die schlimmste Arbeit ist getan, am Besten sind diese Arbeiten alle schon vor der Rasenlieferung abgeschlossen, um sich voll und ganz auf die Verlegung zu konzentrieren. Nachdem die Fläche schön eben erscheint, keine Senken oder Hügeln mehr zu erkennen sind und man beim Begehen nicht versinkt, dann kann der biologische Langzeitdünger aufgebracht werden. (Außer Sie haben die Erde mit frischem Kompost aufgebessert, dann erst nach 1-2 Monaten düngen!)

Der Rollrasen wird morgens am Zustellungstag oder am Abend davor geschält und aufgerollt, nach der Lieferung des Rasens muss dieser gleich verlegt werden.

Vorteilhaft ist, wenn Sie die Verlegung mit 2 -3 Personen durchführen können. Eine Person verlegt den Rasen, 1-2 Personen fahren mit der Schiebetruhe und bringen die Rollen herbei. Pro Schiebetruhe können ca. 5-6 Rollen geführt werden.

Beginnen Sie mit der Verlegung des Rollrasens an einer geraden Kante, z.B.: Terrasse, Hecke, Rasenbegrenzung, etc. und rollen Sie die Bahnen entlang dieser geraden Kante aus. Die nächste Rolle am Ende, der ersten ansetzen, fest zusammendrücken- möglichst spaltfrei. Rollen Sie so eine Rolle nach der anderen aus, bis die erste Reihe verlegt ist. Die zweite Reihe beginnen Sie mit dem Rest der ersten Reihe oder mit einer halben Bahn. So vermeiden Sie Kreuzstöße, und die Gefahr des Austrocknens ist geringer.

So verfahren Sie Reihe um Reihe, bis die Rasenfläche fertig verlegt ist. Wenn zwischen den Bahnen trotzdem Spalten entstanden sein sollten, füllen Sie diese mit Erde/Sandgemisch auf, damit die Kanten der Rasenbahnen nicht austrocknen - diese sind die heikle Stelle, die nicht freiliegen sollte. Dies gilt ebenso für den Übergang vom Rasen zur Hecke. Entweder verwenden Sie Rasenbegrenzungen, diese, verhindern auch, dass der Rasen immer weiter in das Hecken oder Blumenbeet hineinwächst, oder Sie böschen die Rasenkante mit Erde an, damit diese vor dem Austrocknen geschützt ist.

Am Schluss der Verlegung walzen sie die Bahnen kreuzweise an, am Besten diagonal. Dies ist wichtig, damit die Rasenwurzeln einen guten Kontakt zum Erdreich haben und von diesem die Feuchtigkeit aufnehmen können.

Die Verlegung Ihres Rollrasens muss am Liefertag abgeschlossen sein. Besorgen Sie sich entsprechend viele Helfer. Sollte es sich wirklich nicht aufgehen, müssen die verbleibenden Rollen ausgerollt werden, da sonst die Temperatur im Inneren der Rolle so stark ansteigt, dass das Gras zerstört wird. (Ev. auf einer Garageneinfahrt, Terrasse etc, dicht auflegen, und leicht gießen.)

ANWUCHSPFLEGE

* richtig Wässern

In den ersten 7 - 10 Tagen ist die richtige Bewässerung das Um und Auf für eine gute Anwurzelung Ihres frisch verlegten Fertigrasens.

Sofort nach der Verlegung muss der Rasen durchdringend bewässert werden, ( es soll richtig "quatschen"). Der darunterliegende Boden darf in der Anwuchszeit nie austrocknen. Achten Sie darauf diesen Bereich immer feucht zu halten. Besonderes Augenmerk gilt hier vor allem den Rand- und Übergangsbereichen - hier besteht eine erhöhte Austrocknungsgefahr. Kontrollieren Sie daher die Feuchtigkeit mehrmals täglich, indem Sie die Bahnen an den Randbereichen leicht anheben. Entstehen zwischen den einzelnen Bahnen Spalten, ist dies das erste Anzeichen, dass Ihr Rasen gefährdet ist auszutrocknen. Jedoch Vorsicht! Auf dem Planum darf kein Wasser stehen bleiben, die Wurzeln brauchen auch Luft, damit sie atmen können.

Etwa nach einer Woche werden die ersten feinen, weißen Wurzeln aus der Rasen- sode in den Boden wachsen. Ab diesem Zeitpunkt ist die Bewässerung wie folgt zu reduzieren: 

 1*proWoche

  • von April bis Mai zwischen 15-20 l/m2
  • von Juni bis August zwischen 25-30 l/m2
  • im Herbst etwa 15 l/m2

 2 *pro Woche

  • in Hitzeperioden je 14-17 l/m2

Beachten Sie bitte auch die Witterungseinflüsse

  • Wenn es regnet, denkt man oft, man muss nicht bewässern- kontrollieren sie in der Anwuchsphase den Unterboden wie oben beschrieben, um festzustellen, ob zusätzlich bewässert werden muß.
  • Bei windigem Wetter verdunstet der Rasen schneller den Wasservorrat, bitte ebenfalls durch Kontrolle entscheiden ob vermehrt gegossen werden muß.

* richtig mähen

Den ersten Schnitt können Sie nach 1-2 Wochen durchführen- mit scharfen Messern Ihres Mähers, die Rasenlänge um ein Drittel zurückschneiden! Setzen Sie die Bewässerung schon 12 Stunden zuvor aus, damit Sie nicht beim Mähen versinken, und im Rollrasen unschöne Spuren und Tritte hinterlassen. Nach dem Mähen wieder auf ausreichende Bewässerung achten.

Begehbar ist der Rasen sofort nach der Verlegung, aber bitte nicht nach dem Gießen, dann versinken Sie im Untergrund und das hinterlässt Spuren. Bespielbar ist der Rasen nach ca. 6 Wochen, wenn er gut mit dem Untergrund verwurzelt ist.

ACHTUNG: Rasenprobleme, die auf Pflegefehler zurückzuführen sind, wie Austrocknung oder Überwässerung, sowie verabsäumte Rasenschnitte stellen keinen Reklamationsgrund dar!

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